Pfarrei St. Petrus

Wörth a. d. Donau


„Dem Himmel ein Stück näher“

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Wörth. Eine Tradition der KAB Regensburg-Land über viele Jahre ist der Besuch der KAB-Messe an der Kampenwand. Eine Gruppe von über 50 Pilgern hat sich am Sonntag auf den Weg in die Bayerischen Alpen gemacht. Über München führte die Fahrt zur Talstation der Bergbahn in Aschau. Ein herrlicher Spätsommertag mit einem weiß-blauen Himmel erwartete die Gruppe. Direkt am Fuß des Kampenwandmassivs feierte man mit einigen hundert Gleichgesinnten aus dem Verband der Diözese München-Freising gemeinsam Gottesdienst. Eine Bläsergruppe begleitete die Messfeier mit feierlicher Kirchenmusik. Grundgedanke dieses Treffens war eine Aussage des Sonntagsevangeliums: Sei Mahner, wenn dein Bruder falsch handelt. Diese Position macht sich die KAB stets zu eigen, wenn sie auf die wachsende Schere der Einkommen zwischen Arm und Reich hinweist, wenn sie die Ausbeutung der Erde anprangert, wenn sie anmahnt, soziale Gerechtigkeit zu schaffen. Wer aber vor all den Missständen die Augen verschließt, macht sich selber mitschuldig, sagt die Textstelle des Neuen Testaments. Dabei muss Kritik mit Bestimmtheit, aber auch mit aller Liebe angebracht werden. So bauen wir mit Gott an seinem Reich und einer besseren, menschlicheren Welt. Mit dem Lied „Großer Gott, wir loben dich“ schloss ein beeindruckender Gottesdienst, der der Seele Flügel verleihen konnte. Den Nachmittag nutzen viele Mitreisende zu einer Wanderung um die Kampenwand oder zum Rückweg zu Fuß nach Aschau.


Eltern-Kind-Basar fand zum ersten Mal im Pfarrsaal statt

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Wörth. (mas) Erstmals fand der Kinderbasar der Eltern-Kind-Gruppen nicht in der Schulaula, sondern im Pfarrheim statt. Die Hauptverantwortlichen Monika Schmid und Alexandra Binder freuten sich sehr darüber, dass ihnen von Pfarrer Johann Baier der Pfarrsaal zur Verfügung gestellt wurde.

Vor drei Jahren wurde die Durchführung des Basars umstrukturiert. Seitdem verkaufen die Anbieter wie auf einem Flohmarkt ihre Waren selbst. „Das kommt gut an. Um 12 Uhr kamen die Verkäufer ins Pfarrheim und bauten auf. Zwischen 13 und 15 Uhr fand dann der Verkauf statt“, so Monika Schmid. Insgesamt konnten die Besucher aus Spielzeugen, Kleidung, Fahrzeugen und vielem mehr von 18 verschiedenen Anbietern auswählen.

Auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt. Es gab Kaffee und Kuchen, welche die Eltern der Eltern-Kind-Gruppen gebacken und gespendet hatten. Die Hälfte des Erlöses kommt den Eltern-Kind-Gruppen zugute, die andere Hälfte wird der Wörther Musikschule für die musikalische Früherziehung zur Verfügung gestellt.

In Kürze wird mittwochs von 9 bis 11 Uhr eine dritte Eltern-Kind-Gruppe eröffnet. Eine Schnupperstunde wird am Mittwoch, 26. März angeboten. Sollte genügend Interesse bestehen, wird diese ab sofort von Janin Schambeck geleitet.

Um besser planen zu können, ist es notwendig, sich im Vorfeld mit der neuen Leiterin unter der Handynummer 01 71/5 03 09 99 in Verbindung zu setzen. (Foto: Schmautz)

Donau Post | Donau-Post | 24.03.2014

Humanitäre Werte sind „nicht verhandelbar“

Theologe Hans Eberhard erläuterte bei KAB-Abend die Grundsätze der Soziallehre

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Katholische Soziallehre ein alter Hut ? Die humanitären Werte haben nach Ansicht des Diplom-Theologen Hans Eberhard (im Gespräch mit der KAB-Vorsitzenden Hildegard Schindler) weder an Bedeutung verloren noch an ihrer Aktualität. Foto: Raith

Wörth. (jr) Auf seine alten Tage, erklärte der CDU-Politiker Norbert Blüm einmal mit einer Portion Zynismus, sei er tatsächlich noch ungläubig geworden. Er glaube nämlich nicht an „Gott Mammon“, er distanziere sich von der Sucht nach Profit, von der Gier nach Gewinnen und vom Drang zum Überfluss. Dabei ist ihm wohl bewusst, dass gerade diese Maßstäbe die wahren Prinzipien verdrängt haben: „Die Kathedralen sind heute die gläsernen Bankhäuser, die Priester die Herren in den Nadelstreifenanzügen, das Evangelium die Börsenberichte.“ Diese Einstellung steht in krassem Widerspruch zu den Grundsätzen der katholischen Soziallehre, wie Diplom-Theologe Hans Eberhard bei einem KAB-Abend bekräftigte: „Humanitäre Werte sind nicht verhandelbar.“

Die soziale Frage, so der Gast bei seinem Vortrag am Freitag im Pfarrheim, befindet sich seit den Erläuterungen und Erklärungen von Papst Leo XIII., Bischof Wilhelm Ketteler und Adolph Kolping im 19. Jahrhundert ohne Unterbrechung im Blickfeld der Katholischen Arbeitnehmerbewegung. Einsatz und Engagement für Gerechtigkeit und Chancengleichheit, für die Rechte der Frau, für Mitbestimmung und Mitverantwortung in Betrieben, für den Schutz der Familie, nicht zuletzt für die Abkehr von der einseitigen Verteilung der Güter und Ressourcen sind Eckpfeiler in der programmatischen Orientierung.

Die Aufgabe, Verbesserungen einzufordern und um Solidarität zu werben, sei gewissermaßen ein Dauerauftrag. „Der Sozialstaat schafft sich in der real existierenden Marktwirtschaft allmählich selbst ab“, befürchtet Hans Eberhard mit der Sorge um eine staatliche Gemeinschaft, deren „soziale, politische und kulturelle Schieflage“ immer deutlicher werde. „Der Mensch“, so beurteilte und verurteilte er die gegenwärtige Mentalität, „wird nach seinem ökonomischen Wert bemessen, nicht mehr nach seiner Würde.“

Die Dimensionen des Ungleichgewichts verdeutlichte er mit Zahlen. Die 250 reichsten Personen der Welt würden 48 Prozent des globalen Gesamtvermögens besitzen: 1,2 Milliarden Menschen müssten mit weniger als 1,25 Dollar pro Tag auskommen, Familien mit drei Kindern hätten in der Wohlfahrtsrepublik Deutschland durchschnittlich 44 000 Euro pro Jahr, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, Singles dagegen über 100 000 Euro. Anlass zur Kritik gibt dem Theologen in diesem Zusammenhang auch ein Standpunkt der Bundeskanzlerin, die Uli Hoeneß nach einer Steuerhinterziehung von mehr als 27 Millionen Euro Respekt für seine Leistungen zollte: „Wo sind wir denn..!?“ Diese Fehlentwicklungen in einem „Raubtierkapitalismus“ verband der Referent mit einem Zitat von Papst Franziskus: „Wer nicht bereit ist, Eigentum mit den Armen zu teilen, der beginnt sie zu bestehlen.“

Ergänzen würden dieses Bild von einer „aus den Fugen geratenen Gesellschaft“ nicht zuletzt die Straftaten und Vergehen in der Kirche. Der Missbrauch von Kindern und auch die Verschwendungssucht eines Tebartz-van Elst hätten weitreichende Folgen. „Die Kirche droht ihre Deutungshoheit und ihren Autoritätsanspruch zu verlieren“, gab der Theologe zu bedenken, „sie muss weg von einer Verbotsethik und hin zu einer Gewissens- und Gesinnungsmoral.“

Ein Beispiel für diese Denkmodelle, die mit einem gesunden Rechtsempfinden nicht mehr vereinbar wären, sind nach Ansicht von Ekkehard Hollschwandner die fortgesetzten Einwände gegen den Mindestlohn. „Ein Arbeiter in einer Vollzeitbeschäftigung“, so seine Position, „muss von seinem Einkommen leben können. Alles andere ist unsozial und respektlos.“ Einen erheblichen Bewusstseinswandel stellt er auch in der Wirtschaft fest: „Früher sind die Börsenkurse gestiegen, wenn die Konzerne wegen ihres Erfolgs das Personal aufgestockt haben, heute steigen die Notierungen, wenn Belegschaft abgebaut wird.“

Bericht aus der Donau-Post vom 22. Januar 2013

KAB-Ortsgruppe wanderte nach Hungersacker

26 Teilnehmer fanden sich am vergangenen Sonntag zur traditionellen Wanderung der KAB-Ortsgruppe Wörth von Wörth nach Hungersacker ein. Bei herrlichem Winterwetter und idyllischer Landschaft erreichten die Wanderer ihr Ziel Hungersacker und kehrten im Gasthaus Stadlbauer ein.

Nach der Stärkung trat ein Teil der Teilnehmer den Heimweg zu Fuß an. Ein weiterer Teil der Gruppe zog es vor, mit dem Auto nach Hause zu fahren. Als nächste gemeinschaftsfördernde Aktivität findet am Freitag, 1. Februar, um 19 Uhr eine Faschingssitzweil im Gasthof Geier statt. – Unser Bild zeigt einen Teil der Wandergruppe. (Foto: Schindler)

Bericht aus der Donau-Post vom 20. Dezember 2012:

Pfarrer Johann Baier lobt die seit zehn Jahren bestehende Kinderbetreuung

Seit Dezember 2002 gibt es das Angebot für Familien, mit dem Kinder im Pfarrheim für einige Stunden betreut werden können. Die KAB will damit die Rahmenbedingungen für Eltern verbessern. Arztbesuche, Behördengänge oder auch einfach nur mal einige freie Stunden sollen damit für Väter und Mütter möglich werden, die über keine Großfamilie verfügen. Jeden Freitag von 8 bis 11.30 Uhr stehen erfahrene Mütter bereit, um mit den Kleinen zu spielen und mit altersgemäßen Aktivitäten die Zeit zu verbringen.

Präses Johann Baier würdigte diese soziale Einrichtung als tolle Initiative der Katholischen Arbeitnehmerbewegung. Die Idee, die dahinter steht, basiert auf einem christlichen Menschenbild und auf den Bemühungen um ein gemeinschaftliches Zusammenleben. Er dankte der Vorstandschaft und dem Betreuerteam für diesen Ausdruck liebevoller persönlicher Zuwendung. Die Aktivitäten der KAB schaffen nach der festen Überzeugung des Geistlichen soziales Bewusstsein und bereichern das Leben der Pfarrgemeinde.

Das Betreuerteam veränderte sich im Lauf der Jahre. Begonnen wurde die Initiative von Sabina Beutl, Hildegard Schindler, Kreszenz-Lohmeier Bauer, unterstützt von weiteren KAB-Mitgliedern. Derzeit organisiert die Betreuung Loredana Rampelt mit Patricia Hartl, Silvia Schmidbauer, Monika Amann, Karin Schmid, Karin Lehninger, Katrin Schlecht und Nicole Wankerl. Anmeldungen können jeweils bis Mittwochabend bei Loredana Rampelt, Telefon 01 51 / 24 02 64 81, erfolgen. Die Feierstunde begann mit einem besinnlichen Teil. Die musikalische Umrahmung des Abends übernahmen Sophie Feldmeier und Andrea Dietlmeier mit ihren Kindern Eva, Johanna, Moritz und Lucie. In der anschließenden Power-Point-Präsentation wurde die Entwicklung des Kinderbetreuungsdienstes dargestellt. Auch die inzwischen etablierte Ferienbetreuung wurde durch das KAB-Betreuungsteam möglich.

Eine engagierte Gruppe: Alle Anerkennung von Präses Johann Baier verdienten sich die Frauen der KAB, die seit einem Jahrzehnt die Kinderbetreuung ermöglichen. Unser Bild zeigt das Team mit der Vorsitzenden Hildegard Schindler (4. von links) und dem Seelsorger. (Foto: Schindler)

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