Pfarrei St. Petrus

Wörth a. d. Donau


Neue Erntekrone für die Kirche

Pfarrer Baier lobte Engagement des Frauenbundes

Großes Lob von Pfarrer Baier verdiente sich der Frauenbund (von links Petra Spitzer, Marianne Kramer, Irmgard Gerl und Monika Rösch), der eine neue Erntekrone für die Pfarrkirche gebunden hat.

Wörth. Der Dank für eine gute Ernte war und ist gläubigen Menschen schon immer ein Bedürfnis. Und so legen sie am Erntedankfest viele Früchte aus Feld und Garten vor den Altar. Diesen Dank soll auch die Erntekrone zum Ausdruck bringen. Das alte Symbol der Stadtpfarrkirche war in die Jahre gekommen und nach 25 Jahren nicht mehr besonders ansehnlich. Darum haben es sich die Mitglieder des Frauenbundes Wörth mit ihren Vorsitzenden Marianne Kramer und Irmgard Gerl zur Aufgabe gemacht, eine neue Krone zu binden.

Schon vor Beginn der Dreschzeit mussten entsprechend viele Getreidegarben verschiedener Sorten geschnitten und zum Trocknen aufgehängt werden. Nach dem mühsamen Entfernen der alten, in die Jahre gekommenen Getreideähren konnten die neuen Getreidegarben am Kronengerüst angebracht werden. In sorgfältiger, mühsamer und zeitaufwendiger Kleinarbeit haben die Mitglieder des Frauenbundes die gesammelten Getreideähren dieses Jahres zu kleinen Büscheln zusammengefasst und dann fachkundig aufgebunden. Dazu waren Gespür, Geschick und Geduld gefragt. „Wir hatten keinerlei Erfahrung im Binden einer Erntekrone, so mussten wir uns dieses Können erst durch’s Tun aneignen“, erzählt Irmgard Gerl. Das sei gar nicht so leicht gewesen. Nicht jeder Arbeitsschritt hätte beim ersten Versuch schon geklappt.

„Das Ergebnis ist sehr gelungen. Die prächtige Erntekrone kann sich sehen lassen und hat bei den Gottesdienstbesuchern großes Staunen und anerkennende Bewunderung gefunden“, lobte Pfarrer Johann Baier und dankte im Namen der Pfarrgemeinde den Frauenbunddamen Marianne Kramer, Irmgard Gerl, Petra Spitzer, Monika Rösch, Karin Limmer, Annemarie Schneider und dem Ehepaar Eidenschink sehr herzlich für ihr Engagement sowie der Familie Piendl, Reiserhof für die Getreidegarben. Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass die neue Erntekrone wieder 25 Jahre lang den Erntedankaltar in der Pfarrkirche schmücken möge.


Die alte Lourdesgrotte erstrahlt in neuem Glanz

Wörth. (hs) Die restaurierten Figuren der Lourdesgrotte befinden sich wieder an ihrem angestammten Platz. Der Ort der stillen Einkehr bei der Kirche lädt nun wieder zum Verweilen ein. An den Figuren der Lourdesgrotte hatte der Zahn der Zeit genagt. 100 Jahre ist sie nun schon alt. Pfarrer Georg Freimuth hatte sie im Jahr 1913 an der Nordseite rechts vom Turm der Pfarrkirche errichten lassen. Seitdem wurde sie bereits zweimal versetzt. Sie befindet sich nun im südlichen Bereich der Pfarrkirche etwas abseits in einer idyllischen Ecke zwischen Pfarrhof und Gasthof Butz. Die plastische Nachbildung bezieht sich auf die Szene, in der 1858 dem Bauernmädchen Bernadette Soubirous die Muttergottes an einer Felsengrotte erschienen ist. Dank und Anerkennung gebührt dem Frauenbund mit der Vorsitzenden Marianne Kramer, der mit einer großzügigen Spende in Höhe von 1 400 Euro die Kosten übernommen hat.

Die Restaurierung erfolgte in der Fachwerkstatt der Diplomrestauratorin Kathrin Heide in Bernried. Nun sind die schweren, aus Lehm gebrannten Figuren zurückgekehrt und erstrahlen in neuem Glanz. Für die Verladung und den kostenlosen Transport sorgte das Oberachdorfer Transportunternehmen Franz Ohlschmied zusammen mit Gerhard Hebauer.

Erfreut und voller Dankbarkeit zeigten sich Pfarrer Johann Baier und viele Wörther, die die Figuren schon sehr vermisst hatten. Die Pflege und der Schmuck der Lourdesgrotte liegen seit vielen Jahren in den bewährten Händen von Annemarie Schneider, die diesen Ehrendienst von ihrer Schwiegermutter übernommen hat. Neben der Grotte wurde eine Ruhebank aufgestellt, die ebenfalls der Frauenbund gespendet hat. Abseits von Verkehr und Trubel ist dieser ruhige Platz für viele Pfarrangehörige ein Ort der Andacht und des persönlichen Gebetes. Allen, die einen Beitrag geleistet haben, verdienten sich den Respekt von Pfarrer Johann Baier. – Unser Bild zeigt Mitglieder des Frauenbundes mit der Vorsitzenden Marianne Kramer (2. von rechts) und Pfarrer Johann Baier vor der Lourdesgrotte. (Foto: Seppenhauser)


Leckere Liköre einmal selbst hergestellt

Reife Früchte sorgen für ein intensives Aroma – Hildegard Schmidbauer referierte

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Eifrig machten sich die Kursteilnehmerinnen an die Herstellung von Likören. (Foto: Meilinger)

Wörth. (ms) Himbeeren, Sauerkirschen, Schlehen oder Walnüsse – von Frühjahr bis Herbst sind in den heimischen Gärten verschiedene Früchte zu ernten, die zum Backen, Einkochen oder zur Herstellung von Marmelade geeignet sind. Eine weitere Möglichkeit ist die Verarbeitung zu Likören. Um hierüber zu informieren und Ideen weiter zu geben, lud am Dienstag der Katholische Frauenbund Wörth die Hauswirtschaftsmeisterin Hildegard Schmidbauer zu einem Vortrag mit praktischem Teil ein.

Frauenbundvorsitzende Marianne Kramer begrüßte im Pfarrheim die interessierten Teilnehmerinnen und Pfarrer Johann Baier und gab eine Vorschau über die nächsten Termine. Da die frisch zubereiteten Liköre einige Zeit ziehen mussten, um so den richtigen Geschmack zu bekommen, brachte Kursleiterin Schmidbauer vorab Kostproben mit.

Hierbei konnten sich die Frauen einen Überblick über die vielfältigen Sorten machen und ihre Favoriten ins Auge fassen. Anhand der ausgeteilten Rezepte stellte Schmidbauer die benötigten Zutaten und Zubereitungsschritte vor. In Gruppen eingeteilt, machten sich die Damen ans Werk, dabei hieß es die richtigen Nahrungsmittel aussuchen, genau abwiegen, erhitzen, absieben und rühren.

„Für ein intensives Aroma ist es wichtig, nur reife Früchte zu verwenden“, erklärte Schmidbauer und ergänzte: „Als Alkohol ist Wodka gut geeignet, je nach Rezept wird auch Weizen- oder Doppelkorn verwendet, diese sind etwas milder.“ Für Kirschlikör benötige man beispielsweise entsteinte Früchte, Kandiszucker, Wodka, Zimt und Nelken. Es könnten einige zerkleinerte Kerne dazu geben werden, das gebe eine schöne Geschmacksnote, so Schmidbauer. Alles sollte in ein ausreichend großes Gefäß gegeben werden und mindestens sechs Wochen stehengelassen werden. Das Gemisch sollte öfter umgerührt werden, damit sich der Zucker besser auflöse.

Nach der Reifezeit werde das Getränk abgefiltert und in Flaschen gefüllt. „Der Ansatz sollte zuerst durch ein grobes Sieb gegeben werden und dann nochmals durch einen feinen Teefilter“, empfahl die Fachfrau. Bei der Zugabe von Gewürzen sollte man vorsichtig agieren, um den Eigengeschmack der Früchte nicht zu unterdrücken.

Ein Schmankerl sei der Nusslikör, den man im Juni zubereiten müsse, da man hierfür grüne Walnüsse brauche. Diese sollten um den Johannistag gepflückt und dann grob zerkleinert werden. Zusammen mit Zimt, Nelken und Korn kommen die Nüsse am besten in ein Einmachglas mit Gummiring und sie müssen drei bis vier Wochen ruhen, dabei gelegentlich schütteln. Aus Wasser und Zucker wird eine Zuckerlösung hergestellt, welche dann mit dem Ansatz vermischt werde. „Nun kann alles abgefiltert und abgefüllt werden. Im Anschluss muss wiederum alles ruhen – je länger, desto besser“, erläuterte Schmidbauer.

Etwas ausgefallener sei der Kornblumenlikör. Hierfür müsse man sich auf die Suche nach Kornblumen machen. Wein werde mit Zucker erhitzt, zu einem Sirup eingekocht und mit den abgezupften blauen Blättern bereichert. Nach dem Abkühlen werde Wodka untergerührt.

Die Blütenblätter sorgen in der Flasche für eine schöne Optik, so kann diese Variante sehr gut als individuelle Geschenkidee dienen. „Sollte der Likör zu stark sein, kann man jederzeit mit abgekochtem Wasser verdünnen und mit Zucker süßen“, meinte Schmidbauer. Zusätzlich zu den leckeren Likören wurden noch als kleine Stärkung Käsegebäck und Blätterteigschnecken kreiert, die sich die Frauen schmecken ließen.


Jahresausflug des Frauenbundes führte nach Augsburg

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Wörth. (hs) Die Mitglieder und Gäste des Frauenbundes unternahmen am Dienstag bei idealem Wetter einen eintägigen Ausflug in die Fuggerstadt Augsburg. Die zweitälteste Stadt Deutschlands und drittgrößte Stadt in Bayern mit 280 000 Einwohnern war eine Reise wert. Die in zwei aufgeteilten Gruppen durchgeführte Stadtführung war ein echtes Erlebnis.

Unter sachkundiger Führung durfte eine Gruppe die Sehenswürdigkeiten der „Fuggerei - die älteste Sozialsiedlung der Welt“ besuchen. Die Fuggerei stiftete Jakob Fugger der Reiche 1521 als Wohnsiedlung für bedürftige Bürger Augsburgs. Einmalig ist aber nicht nur das Alter, sondern auch die Kontinuität der Fuggerei. Bis heute wird die Sozialsiedlung nur durch die Stiftung finanziert. Der prominenteste Bewohner der Fuggerei war Maurermeister Franz Mozart, der Urgroßvater des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart.

Die zweite Gruppe mit Pfarrer i.R. Lorenz Schnitt unternahm eine Führung in die reich an Geschichte verbundene Altstadt Augsburgs. Die Besichtigung der Evangelisch-Lutherischen St. Anna Kirche mit der berühmten Fuggerorgel und der eindrucksvollen Grabstätte der Familie Fugger, der Besuch des Goldenen Saals im Rathaus und weiteren bedeutenden Gebäuden der Stadt erinnerten an die Blütezeiten der ehemaligen freien Reichsstadt Augsburg.

Nach einer Einkehr im Ratskeller führte die Reise am Nachmittag in die Stadt Rain am Lech mit einem mehrstündigen Aufenthalt im Erlebnis-Blumenpark Dehner.

Das große Gartenparadies war für die Blumenfreunde mit der Hauptattraktion, dem japanischen Landschaftsgarten mit Großbonsais, Teichen, Wassertreppen und Bogenbrücken, ein weiterer Höhepunkt der Reise. (Foto: Seppenhauser)


Ehrung für zehnjähriges Engagement

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Wörth. (hs) Die Katholische Erwachsenenbildung im Bistum Regensburg (KEB) hat Monika Foerster und Monika Schmid geehrt. Die beiden Frauen sind seit zehn Jahren als Eltern-Kind-Gruppen-Leiterin aktiv. Die Eltern-Kind-Gruppe besteht zurzeit aus drei Gruppen, die sich vormittags im Pfarrheim treffen. Am Montag hat Monika Schmid, am Dienstag Monika Foerster und am Mittwoch Janin Schambeck (neu) die Leitung inne. Nicht nur Kaffeeklatsch ist angesagt, sondern auch Kennenlernen, Austausch, neue Freundschaften, Aktionen, Waldwanderungen sowie Spiel und Spaß in der Natur mit den Kindern.

Im Gruppenraum wird gesungen, gespielt, gebastelt – und zum Abschluss gibt es eine Brotzeit. In den letzten zehn Jahren hat sich nicht nur die Gesellschaft verändert, sondern auch das Bild der Familie, das Bild vom Mutter-Sein und von der Berufstätigkeit der Frau. Eltern-Kind-Gruppen für eine längere Zeit zu leiten, heißt immer auch auf neue Verhältnisse einzugehen und flexibel zu sein. – Unser Bild zeigt Monika Foerster und Monika Schmid beim Spielen mit Kindern. (Foto: Seppenhauser)