Pfarrei St. Petrus

Wörth a. d. Donau


Wörther Maibaum wurde liebevoll verziert

Altes bayerisches Brauchtum lebt weiter – Mitglieder der KLJB voll und ganz im Einsatz

 
Die KLJB-Tanzgruppe mit ihrem Berater Werner Riedel zeigte sich voller Stolz nach ihrem großen Volkstanzauftritt vor dem Maibaum. (Fotos: Seppenhauser)

Wörth. (hs) Um ein altes bayerisches Brauchtum – das Maibaum aufstellen – weiter aufleben zu lassen, versammelten sich am Freitag, 1. Mai, pünktlich um 11 Uhr, den schlechten Wetterverhältnissen zum Trotz die Mitglieder der KLJB Wörth und viele Besucher beim Pfarrheim. Der vor einem Jahr von der Ziegelei Senft gespendete 28 Meter hohe Maibaum wurde neu restauriert. Schön gestaltet mit dem bayerischen Rautenmuster und den Zunftschildern zeigte er sich im neuen Glanze, um anschließend in die vorgesehene Verankerung aufgestellt zu werden.

Unterstützung war von Seiten der Bevölkerung notwendig, um den Baum unter der fachmännischen Leitung von Florian Stadler in die richtige Höhenlage zu bringen. Für die musikalische Unterstützung sorgte die aus Wörth/Geiselhöring stammende Musikgruppe „Grenzjaga“ und für das süffige Bier waren die feschen Mädchen von der KLJB verantwortlich. Unter großem Applaus war es um 12.15 Uhr geschafft und der Maibaum verankert.

Lena Solleder und Florian Stadler dankten Werner Riedel vom Heimat- und Trachtenverein, der sich mit Rat und Tat auch in diesem Jahr der KLJB wieder zur Verfügung stellte. Sei es bei der Probe der aufgeführten Volkstänze, die man an vier Abenden einübte, oder bei der Bereitstellung der Gegenstände vom Heimat- und Trachtenverein, die zum Aufstellen des Maibaumes notwendig sind. Rund um den Maibaum zeigten die Mädchen in feschen Dirndln und die Burschen mit der originalen Lederhose – sehr zur Freude von Werner Riedel – einstudierte Volkstänze. Voller Stolz und Anerkennung stellte sich Riedel mit den jungen KLJB-lern für ein Gruppenfoto zur Verfügung.

Das Brauchtum des Volkstanzes hat die KLJB wieder neu aufleben lassen und dafür gehörte ihnen auch der kräftige Applaus der zahlreichen Besucher. Zu Gast weilte auch eine Abordnung der KLJB Falkenstein, die im Jahr 2016 als Festverein auftreten wird. Als Patenverein wird die KLJB Wörth das Fest tatkräftig unterstützen. Damit sie auch richtig feiern konnten, dafür sorgten die Familie Roßmeier an der Grillstation und die KAB am Kaffee- und Kuchenbuffet. Der überaus große Andrang der Besucher, die gemeinsam mit der KLJB den 1. Mai feiern wollten, war der Lohn für ihren zweiten Auftritt beim Maibaum aufstellen, den sie wiederum glänzend bestanden haben.

 
Die Musikgruppe „Grenzjaga“ unterhielt die Besucher der Veranstaltung am 1. Mai.
 
Unter Leitung von Florian Stadler stemmten die Jugendlichen den Maibaum in die Höhe.

Positive Entwicklung bei der KLJB setzt sich fort

 

Wörth. Die Entwicklung bei der KLJB könnte besser kaum sein. Beim Jugendgottesdienst am Sonntag zum Erntedankfest in der vollbesetzten Stadtpfarrkirche, gestaltet von den Mitgliedern unter dem Leitsatz „Danken – wir haben’s gut“, wurden 14 Neumitglieder aufgenommen. Mit immer neuen Ideen und Veranstaltungen, überrascht die Katholische Landjugend Bewegung unter der Führung der beiden Vorsitzenden Florian Stadler und Lena Solleder, die im kirchlichen und öffentlichen Leben der Stadt fest eingebunden ist. Mit den neuen Jugendlichen sind es nun 70 Mitglieder, die eine echte Gemeinschaft bilden und eine erfolgreiche Zukunft erwarten lassen. Mit Rat und Tat unterstützt wird der Verein von Gemeindereferentin Maria Handwerker, ehemals KLJB-Mitglied, die in der Pfarrgemeinde und im öffentlichen Leben der Stadt mit ihren Beiträgen und Impulsen, Akzente setzt. Ein Engagement, das Pfarrer Johann Baier zu schätzen weiß. Mit dem obligatorischen Weißwurstfrühstück im Pfarrheim im Anschluss an den Jugendgottesdienst fand die Aufnahmefeier ihren Abschluss. – Unser Bild zeigt die Gemeinschaft mit Pfarrer Baier (rechts) und Maria Handwerker (links). (Foto: Seppenhauser)


„Crystal ist nicht unser größtes Problem“

Drogenexperte der Kripo Regensburg hält Vortrag bei Jugendrotkreuz und KLJB

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Marihuana macht seelisch abhängig und bringt Jugendliche früh in Kontakt mit Drogendealern. Wie gefährlich die angeblich „weiche Droge“ tatsächlich ist, erfuhren Jugendrotkreuz und KLJB am Freitag. (Foto: nop)

Wörth. (nop) „Willst du mit mir Drogen nehmen ?“ heißt einer der großen Hits dieses Sommers. In den Diskotheken und teils sogar auf Vereinsfeiern kann fast jeder mitsingen, wenn der Rapper „Alligatoah“ aufruft: „Komm, wir gehn zusamm’ den Bach runter!“ Für die Leiter von Jugendgruppen, die auf Parties und Festen nicht nur für die Sicherheit ihrer Schützlinge verantwortlich sind, ist es daher extrem wichtig erkennen zu können, wer solche Texte vielleicht etwas zu wörtlich nimmt.

Jakob Weikl vom Jugendrotkreuz und Felix Gritschmeier von der KLJB haben sich deshalb am Freitagabend den Leiter des Drogendezernats der Kriminalpolizei, Peter Eisenreich, als Referenten in den Wörther Pfarrsaal eingeladen. Nicht nur zeigte er den etwa 25 Zuhörern, welche verschiedenen illegalen Wirkstoffe in welcher Form auf dem Markt kursieren und welche Symptome sie hervorrufen.

Marihuana ist einfach brutal

Aus seiner reichen Arbeitserfahrung schilderte er auch, welchen Verlauf „typische Drogenkarrieren“ nehmen und wie man etwa aus dem Sozialverhalten eines Jugendlichen ablesen kann, dass er ein Suchtproblem haben könnte.

Überraschend mag hierbei klingen, dass die sogenannte „Crystal-Welle gar nicht unser größtes Problem“ ist. „Uns macht das immer stärkere Marihuana viel mehr Sorgen.“ Marihuana ist nach wie vor der einfachste Einstieg in die Welt der verbotenen Rauschmittel. Gerne verharmlost, oft sogar verherrlicht, seien sich die wenigsten bewusst, „dass sich durch moderne Zucht- und Anbaumethoden der Wirkstoffgehalt in den letzten Jahren vervielfacht“ habe. Das „Gras“ sei momentan „einfach brutal“.

Wenn es mal kein Gras gibt

Der Wirkstoff THC erzeuge so immer rascher eine seelische Abhängigkeit vom Rauschzustand, was Eisenreich mit rasant steigenden Fallzahlen belegen kann. „Die Medien pushen trotzdem das Thema Crystal so sehr, dass das eigentliche Problem darin untergeht.“ Denn: gibt es mal kein Gras, bieten die Dealer den Kunden eben etwas anderes an, seien es synthetische oder andere harte Drogen. Und wer davon einmal süchtig geworden ist, nimmt so ziemlich alles: „90 Prozent der späteren Heroinabhängigen haben mit Marihuana angefangen“, weiß Eisenreich.

Für den nüchternen Statistiker ist und bleibt Heroin, umgangssprachlich „Aitsch“ vom englischen „H“, der Killer nummer eins: „Von unseren Drogentoten sind bisher nur zwei an Crystal gestorben.“

Nur die Spitze des Eisbergs

Eisenreich hat mit seinen neun Kollegen immerhin den Überblick über die Landkreise Cham und Neumarkt sowie über Stadt und Landkreis Regensburg mit insgesamt 600 000 Einwohnern.

Im Schnitt bearbeiten die Kriminaler des Kommissariats IV jährlich etwa 2 500 Fälle. Eine Zahl, die laut Eisenreich wohl nur die Spitze eines Eisbergs abbildet: „Wären wir doppelt so viele Beamte, hätten wir wahrscheinlich auch doppelt so viele Fälle.“ In dieser relativen Sicherheit gelingt es den Drogenhändlern fast immer irgendwie, den Markt zu bedienen. Polizeibekannt werden so vor allem die Drogenabhängigen in der Regel durch die Beschaffungskriminalität. Während Marihuana nämlich vergleichsweise billig ist, schlägt ein Konsum von knapp einem Gramm Heroin oder Speed pro Tag mit Kosten von über 2 000 Euro im Monat zu Buche.

Selber mit Drogen zu handeln, also mobil zu sein, Kontakte zu pflegen und Termine einzuhalten, scheidet meist aus ganz handfesten Gründen aus: „Arbeiten kann man da in der Regel schon lange nicht mehr. Auch das Handy der Schwester oder der Fernseher der Eltern sind dann meist schon weg. Früher oder später bleibt nur der Weg des Diebstahls.“

Hehler zahlen zehn Prozent

Von Kollegen weiß Eisenreich, dass es „für ein gestohlenes Mountainbike ein Gramm Stoff“ gibt. Allgemein könne man davon ausgehen, dass Hehler etwa zehn bis 15 Prozent des Diebstahlswertes auszahlen, also für eine Flasche Parfüm fünf bis zehn Euro. Damit die überwiegend männlichen Suchtkranken nicht zu sehr unter ihren Entzugserscheinungen leiden, müssen sie entsprechend viel stehlen.

Auswege für diese Kriminellen sieht Eisenreich nur wenige. „Es ist tatsächlich meist so, dass einer ganz unten ankommen muss, um einzusehen, dass er Hilfe braucht.“ Bei ein paar von denen reiche die Erfahrung einer Haftstrafe und eines Entzugs. Viele würden aber wieder und wieder rückfällig, sind irgendwann so etwas wie Stammkunden bei Eisenreich und seinen Kollegen. Von den 16 Drogentoten in der vergangenen Saison, wie eigentlich jedes Jahr, setzten sich die meisten ihren „goldenen Schuss“ kurz nach einer Haftentlassung oder einem Klinikaufenthalt: „Der Körper ist geschwächt und entwöhnt und verträgt den Stoff dann nicht mehr.“


Johannisfeuer der KLJB und der Kolpingsfamilie leuchtete in die Nacht hinein

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Wörth. (hs) Am Sonntag, dem Tag der kürzesten Nacht im Jahr, veranstaltete die Kolpingsfamilie erstmals gemeinsam mit der KLJB auf dem Herrnberg, nahe der Pestkapelle, die traditionelle Johannifeier. Das Warten auf das eigentliche Sonnwendfeuer hat sich gelohnt, Familien mit Kindern und viele Besucher hatten sich schon frühzeitig eingefunden, um gemeinsam diese Abendstunden im Freien zu genießen. Das Wetter spielte mit, für die musikalische Stimmung sorgten die „Gschwellbachtaler Musikanten“ mit ihrem Bandleader Manfred Feldmann. Für das leibliche Wohl der Gäste war bestens vorgesorgt. Dafür zeichneten erstmals die Mitglieder der KLJB verantwortlich, die für die Bewirtung der gut besuchten Veranstaltung schon einen bemerkenswert guten Einstand hatten. Für den Aufbau der Feuerstelle und die Organisation der Getränke und leckeren Grillspezialitäten sorgte die Kolpingsfamilie. Zu den Besuchern zählten auch Pfarrer i. R. Lorenz Schnitt und Gemeindereferentin Maria Handwerker. Schon vor der einbrechenden Dunkelheit entzündete Pfarrer Johann Baier das besonders von den vielen Kindern erwartete Johannifeuer. Nach den Fürbitten und Gebeten ging man zum unterhaltsamen Teil der Veranstaltung über. Für die feuergerechte Ordnung sorgte eine Abordnung der FFW Wörth unter der Leitung von Ralf Amann. – Unsere Bilder: Pfarrer Johann Baier segnete das Feuer. – Die „Gschwellbachtaler Musikanten“ sorgten für Stimmung. (Fotos: Seppenhauser)

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KLJB Wörth stellte Maibaum auf

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Wörth. (hs) Pünktlich um 11 Uhr versammelten sich am Donnerstag, 1. Mai, die Mitglieder der KLJB Wörth beim Pfarrheim, um anschließend den gut 28 Meter hohen Maibaum, gespendet von der Ziegelei Senft, in die vorgesehene Verankerung aufzustellen.

Burschen aus Hungersacker und Weihern, die Stadträte Harald Dietlmeier, Josef Schütz, Rudolf Apfelbeck, die Burschen der KLJB, Familienväter und Freunde, mit Unterstützung von Pfarrer Johann Baier und unter fachmännischer Anleitung von Florian und Siegfried Stadler halfen, den Baum aufzustellen.

Gegen 12.20 Uhr war der Maibaum fest in der Verankerung. Gespannt warteten anschließend die Besucher auf den ersten Auftritt der KLJB-Volkstanzgruppe.

Die Mädels in feschen Dirndln und die Burschen mit der Lederhose hatten einen überzeugenden Auftritt. Der überaus große Besuch war der Lohn für die Burschen und Mädchen der KLJB und eine große Anerkennung, die bayerische Tradition des Maibaumaufstellens in Wörth wieder fortzusetzen. Dank gebührte auch Werner Riedel vom Heimat- und Trachtenverein, der sich an vier Abenden zur Verfügung gestellt hatte, um mit der KLJB-Volkstanzgruppe die aufgeführten Tänze zu üben. Für die musikalische Begleitung sorgte die aus Wörth/Geiselhöring stammende Musikgruppe „Grenzjaga“. Georg Keil sorgte dafür, dass der frisch geschälte Baum aus dem Wald sicher zum Pfarrheim transportiert werden konnte. Jürgen Rossmeier und Thomas Mühlbauer unterstützten die Grillstation und versorgten die Besucher mit Steaks und Bratwürstln, die einen reißenden Absatz fanden. Auch für das Flüssige war bestens gesorgt. (Fotos: Seppenhauser)

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