Pfarrei St. Petrus

Wörth a. d. Donau


Blitzschnelle Hilfe, schonender Transport

Florian Zweckerl von der BRK-Rettungswache Oberachdorf referierte bei der Kolpingsfamilie

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Referent Zweckerl mit Josef Schütz. (Foto: Seppenhauser)

Wörth. (hs) Im Zentrum eines Vortragsabends der Kolpingsfamilie am Dienstag im Gasthof Butz stand der Rettungsdienst. Referent Florian Zweckerl von der Rettungswache Oberachdorf stellte in seinem Vortrag den öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst in Bayern und das Bayerische Rote Kreuz (BRK) im Raum Regensburg in den Fokus.

Wie der Referent wissen ließ, gibt es das BRK seit über 100 Jahren. Derzeit sind 200 ehrenamtliche, 86 hauptamtliche und 44 nebenberufliche Mitarbeiter beschäftigt. In Notfällen ist es rund um die Uhr erreichbar. Jährlich werden Mitarbeiter ausgebildet.

Das BRK Regensburg geht zurück auf den 10. Oktober 1874, als in der Domstadt die erste freiwillige Sanitäts-Kolonne gegründet wurde. 1904 spendete Thurn und Taxis den ersten Sanitätswagen. 1978 wurden die drei Landrettungswachen Hemau, Regenstauf und Wörth in Betrieb genommen.

Der Referent sprach auch die Kernprobleme des Rettungsdienstes an: Die Notfallrettung im Spannungsfeld zwischen Notwendigkeit, Ärzte- und Notarztmangel und Kostendruck belasten die Arbeit seinen Worten zufolge sehr.

Ausführlich ging Florian Zweckerl, der am 1. Mai als Nachfolger von Sebastian Gerosch die Leitung der BRK-Rettungsstelle in Oberachdorf übernehmen wird, auf den Ablauf eines Rettungseinsatzes ein. Notrufe (112) gehen in der Integrierten Leitstelle Regensburg ein, von dort aus wird der Rettungsdienst koordiniert.

Der Rettungsdienst im Raum Regensburg mit den Landkreisen Cham und Neumarkt ist laut Zweckerl der zweitgrößte in Bayern. Die Rettungswache des BRK in Wörth ist verbunden mit dem Krankenhaus Barmherzige Brüder, St. Josef und dem Luftzentrum Uni-Klinikum in Regensburg. Die Notfallrettung erfolgt mit der Versorgung und Betreuung durch qualifiziertes Rettungsdienstpersonal. Bei Bedarf ist ein Transport mit dem Rettungswagen in ein geeignetes Krankenhaus möglich.

Wie Zweckerl aufzeigte, ist das BRK Regensburg mit einer hochmodernen Flotte von 27 Fahrzeugen ausgestattet. Erwähnenswert ist auch die Luftrettung, die es seit 1994 in Regensburg und München gibt. Sie garantiert einen blitzschnellen, schonenden Transport. Auch Rückholflüge aus dem Ausland werden unter anderem angeboten. Probleme bereiten hier aber die enge Innenausstattung, die erschwerte Versorgung während des Fluges und die Abhängigkeit vom Wetter.

Zweckerl betonte weiter, dass das BRK anerkannter Leistungsträger und Vertragspartner aller gesetzlichen Krankenkassen sei. Das komplexe Hilfeleistungssystem der BRK, zu dem auch die Wasserwacht (130 000 Mitglieder), die Bergwacht (4400 Einsatzkräfte) und der Katastrophenschutz zählen, „ist ohne Ehrenamt nicht zu schaffen“, so der Referent.

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