Pfarrei St. Petrus

Wörth a. d. Donau

Bericht aus der Donau-Post vom 14. Dezember 2012

Die KAB-Kinderbetreuung besteht seit zehn Jahren

Seit zehn Jahren bemüht sich die KAB-Ortsgruppe um die Verbesserung der örtlichen Rahmenbedingungen für Familien. Da sie durch die Erziehung von Kindern im Vergleich zu Single-Haushalten besonders belastet sind, hat der kirchliche Verband Kinderbetreuungsdienste organisiert. Seit Dezember 2002 können nun Väter oder Mütter jeweils freitags ihre Kinder im Pfarrheim (früher im Leoheim) in Obhut geben (unser Bild). Diese kinderfreie Zeit soll vor allem Eltern, die über keine Großfamilie verfügen, einen kleinen Freiraum verschaffen. Arztbesuch, Besorgungen oder Behördengänge sind somit leichter zu erledigen. Zudem will die KAB ihnen die Möglichkeit bieten, einfach mal auszuruhen und zu entspannen.

Im Rahmen der Adventsfeier am Sonntag um 18 Uhr im Gasthaus Geier wird Organisationsleiterin Patrizia Hartl mit ihrem engagierten und zuverlässigen Team, das Karin Lehninger, Kathrin Schlecht, Karin Schmid, Nicole Wankerl, Sylvia Schmidbauer, Kerstin Gebhard und Loredana Rampelt sowie Lisa Saradeth, Laura Apfelbeck, Luise Bauer und Selina Kaiser (Schülergruppe) bilden, das runde Jubiläum in geselliger Runde feiern. Alle Interessenten sind dabei willkommen.

Bericht aus der Donau-Post vom 23. Oktober 2012

HIV-Positive und Aids immer noch Tabuthemen

Äußerst interessanter Gesprächsabend mit dem KAB-Ortsverband im Wörther Pfarrheim

(kris/dopo) Die Regensburger Veranstalter Donum Vitae, das Frauen-Gesundheits-Zentrum, die Gleichstellungsstellen Stadt und Landkreis, pro familia und die Psychosoziale Aids-Beratungsstelle Oberpfalz führen in diesem Herbst landkreisweit unter dem Motto „Heute schon gel(i)ebt?“ verschiedene Aktionen zu Liebe, Sexualität und Partnerschaft durch. In dieser Reihe hatte der KAB-Ortsverband Wörth Martina Frommann von der Psychosozialen Aids-Beratungsstelle mit einer HIV-positiven Frau und Maria-Luise Rogowsky von der Gleichstellungsstelle des Landkreises Regensburg zu der Gesprächsrunde „Positive Begegnungen“ am Freitagabend im Pfarrheim eingeladen.

Nach der Begrüßung der Tischrunde erläuterte Martina Frommann das Thema HIV positiv und Aids, das in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabuthema sei, weil HIV-infizierten Menschen ihre Erkrankung nicht ansehbar sei. HIV sei mittlerweile eine chronische Krankheit, weil sehr gute Medikamente auf dem Markt sind, die den infizierten Menschen eine nahezu normale Lebenserwartung ermöglichen. Von „Aids im Endstadium“ spreche man erst, wenn das zerstörte Immunsystem den Körper so weit geschwächt hat, dass keinerlei Abwehrkräfte mehr vorhanden sind.

Aufklärung ist wichtig

Da auch in der heutigen Zeit die Aufklärung die einzige Möglichkeit ist, sich vor Ansteckung zu schützen, ist die Psychosoziale Aidsberatungsstelle viel in Schulklassen ab der achten Jahrgangsstufe präsent – auch um darauf hinzuweisen, dass es HIV-Positive und Aids immer noch gibt, obwohl es ein Tabuthema ist, erfuhren die knapp 20 Teilnehmer dieser Gesprächsrunde.

Die Psychosoziale Aids-Beratungsstelle ist aber auch Anlaufstelle für Betroffene, die ihre Ängste und Fragen frei zum Ausdruck bringen können und mit Menschen zusammen kommen, die selber betroffen sind. In der Familie über das Thema zu reden, falle nicht leicht, weil Lebenspartner gefühlsmäßig damit konfrontiert sind.

Der Ausbruch dauert zwei bis drei Wochen

Der Ausbruch einer HIV-Infektion zeige sich zwei bis drei Wochen nach der Ansteckung mit grippeähnlichen Symptomen. Um auf HIV untersuchen zu können, brauche ein Arzt die ausdrückliche Einwilligung eines Patienten. Jeder HIV-positive Mensch könne durch die Körperflüssigkeiten Blut, Sperma, Schleimhäute und Muttermilch andere Menschen anstecken. Eine Übertragung durch das Trinken aus einem Glas, auf der Toilette, in Sauna und Schwimmbad oder über Schweiß sei nicht möglich, teilte Martina Frommann mit. Blutspenden würden generell auf HIV getestet. Der Tatbestand einer vorsätzlichen Körperverletzung bestehe dann, wenn einer Person bewusst ist, dass sie HIV positiv ist und durch ungeschützten Geschlechtsverkehr andere ansteckt. In der Oberpfalz gebe es rund 600 Infizierte, jedes Jahr kommen etwa 25 neue Fälle dazu.

Blutspenden werden auf HIV hin untersucht

Im Gespräch erzählt die betroffene Frau, dass sie – damals 21 Jahre alt – bei einem Überfall auf das Geschäft, in dem sie arbeitete, von einer an Aids erkrankten Frau angegriffen worden war. Der Vorgesetzte verlangte einen Aids-Test, der bei ihr positiv ausfiel. Allerdings ist nicht bekannt, wodurch sie sich angesteckt hatte. Da ihr die Ärzte damals nur noch ein Jahr Lebenserwartung gaben, folgte laut den Worten der Betroffenen eine sehr intensive Lebensphase. „Ich habe immer in Abschnitten von ein bis zwei Jahren gelebt“, erinnerte sie sich und schilderte auch den Moment, wie sie im Labor erfahren hatte, dass sie infiziert worden sei.

Aber sie sei direkt zur Schauspielerin geworden und hatte sich auf dem Weg zur Arbeitsstelle schon überlegt, was sie ihren Kolleginnen sagen werde: „Natürlich war der Test negativ!“ Sie habe aber auch Schuldgefühle gehabt, weil sie die anderen Menschen immer wieder „angelogen“ habe. Josef Forster sah dies jedoch ganz anders. „Jeder Mensch hat ein Recht auf Intimsphäre und die Gesundheit ist ein sensibles Thema.“ Wenn man etwas nicht preisgibt, kann man auch nicht sagen, man habe gelogen.

Wie sie weiter berichtete, hatte sie lange Jahre Scheu, auf andere Menschen zuzugehen. Wenn an den wechselnden Arbeitsstellen bekannt wurde, dass sie HIV positiv ist, gab es Probleme mit Kollegen und Vorgesetzten, aber Amtsärzte bescheinigten den Zustand „gesund und arbeitsfähig“.

Seit einigen Jahren in Rente

Erst seit wenigen Jahren ist die Frau in Rente und lebt mit einem festen Partner zusammen, der Kinder und damit Enkel mit in die Partnerschaft gebracht hat. Am Anfang war es allerdings schon problematisch. Bei angekündigten Besuchen musste sie vorher immer genau darauf achten, dass in der Wohnung ja nichts rumlag, was auf ihre Krankheit hätte hinweisen können.

Die Betroffene ist in der Oberpfalz die einzige, die in Zusammenarbeit mit der Aids-Beratungsstelle in Schulen und in der Öffentlichkeit auf dieses sensible Thema aufmerksam macht, weil Aufklärung enorm wichtig ist.

Knapp 20 Besucher hatten sich am Freitagabend zur Gesprächsrunde der KAB über Aids und HIV positiv im Pfarrheim eingefunden. Rechts Maria-Luise Rogowsky von der Gleichstellungsstelle des Landkreises. (Foto: Christl)

Bericht aus der Donau-Post vom 25. September 2012

KAB soll soziales Gewissen der Gesellschaft sein

Präses Johann Baier erläuterte bei Jahreshauptversammlung Entwicklung in Europa

(hs) Am Freitag trafen sich die Mitglieder der KAB zur Jahreshauptversammlung im Pfarrheim St. Petrus. Voran gegangen war ein Gottesdienst mit Pfarrer Johann Baier für die verstorbenen Mitglieder.

Zunächst gedachte man Erika Mühlbauer und Josef Schambeck. Mit ihnen verlor der Ortsverband zwei sehr aktive Mitglieder. Vorsitzende Hildegard Schindler freute sich über die gute Beteiligung an der Jahresversammlung. Vier Neumitglieder, Elisabeth und Walter Leukam sowie Gabriele und Ekkehard Hollschwandner konnten neu im KAB-Ortsverband aufgenommen werden. Dies ist eine Bereicherung für die aktive KAB-Gruppe, die von den Mitgliedern sehr begrüßt wurde. Pfarrer Johann Baier bedankte sich für die vielen Genesungswünsche, die auch von der KAB kamen. In der Zeit seiner schweren Erkrankung über das letzte halbe Jahr, habe ihm das gut getan. „Aber jetzt geht‘s wieder“, meinte er. Anschließend ging der Präses auf die Schlagzeilen in allen Zeitungen und auf die politische und finanzielle Situation in Europa ein. Die Europäer befänden sich plötzlich in der Situation, dass das bisher sicher geglaubte Leben aus den Fugen zu geraten scheine. „Millionen von Rentnern droht von 2030 an der Absturz in die Sozialhilfe“, „Durchbruch oder Geldvernichtung?“, „Die EZB kauft wieder Staatsanleihen auf“ oder „Unser Wohlstand ist in Gefahr“, das Ersparte scheint nichts mehr wert zu sein. Der Zusammenhalt der Nationen bröckele. Die Südeuropäer beklagten sich über die geizigen Deutschen, die Deutschen fühlten sich bedroht von der wachsenden Armut anderer Länder. Mit 190 Milliarden Euro bürgt allein Deutschland für den ESM-Rettungsschirm. Eingehend auf die Staatsanleihen unbegrenzt aufzukaufen durch die EZB, so Pfarrer Baier, steigere auch die Gefahr der Geldentwertung. Fragwürdige Herren wie Mario Dragi, Chef der Europäischen Zentralbank (ehemaliger Banker von der amerikanischen Großbank Goldman Sachs) habe nur gelernt, wie man andere Banker rette, nicht aber wie man Rentner, Arbeitslose oder Pflegebedürftige finanziell unterstützen könnte. So führten viele Politiker und die Finanzwelt die Bürger an der Nase herum.

Angst vor der Zukunft

Nach der jüngsten Umfrage hat rund ein Drittel Angst vor Altersarmut. „Das ist schon eine erschreckende Zahl“, betonte der Seelsorger. So mancher, der heute noch im Erwerbsleben steht, hat unrealistische Vorstellungen über die Einkünfte im Alter und über die Ausgaben. Diejenigen, die heute schon wenig verdienten, Teilzeit, Minijobs, befristete Arbeitsverträge, könnten wenig für das Alter vorsorgen, weil ihnen dazu das Geld fehlt. Die Schere zwischen denen, die haben und jenen die kaum über die Runden kommen, geht immer weiter auseinander. Eine Gesellschaft aber, in der die einen trotz Vollzeitbeschäftigung kaum über die Runden kommen und von Altersarmut bedroht sind, während die anderen sich der Verantwortung entziehen und von der Politik verschont wurden, drohe zu erodieren, da der soziale Kitt verloren gehe. Die Menschlichkeit unserer Gesellschaft hänge entscheidend davon ab, ob und wie man sich denen zuwende, die Hilfe und Beistand nötig hätten. Dazu brauche man die KAB mit einem wachenden Auge für gesellschaftliche und politische Fehlentwicklungen sowie als soziales Gewissen unserer Gesellschaft.

Vorsitzende Hildegard Schindler dankte in ihrem Bereich den Vorstandsmitgliedern für ihren tatkräftigen Einsatz und rückte besonders die Zusammenarbeit mit der KLJB beim Spielnachmittag für Kinder in den Fokus, das sei eine großartige Sache gewesen sei. Schriftführerin Kreszenz Lohmeier-Bauer gab einen ausführlichen Tätigkeitsbericht über die zahlreichen Veranstaltungen im abgelaufenen Jahr. Von einem guten finanziellen Jahr konnte Kassenwartin Erika Fink berichten. Für ihre übersichtliche und sauber geführte Kassenführung dankten die beiden Kassenprüfer Franz Feldmeier und Hans Zacherl und die einstimmige Entlastung wurde ihr zuteil.

Auf den Kinderbetreuungsdienst ging Patricia Hartl ein. Diese finde jeden Freitag von 8 bis 11.30 Uhr im Pfarrheim statt und sei ein wichtiger Punkt für die Familien. Derzeit kümmern sich sechs Betreuerinnen um die Kleinen von 0 Jahren bis zum Kindergartenalter. Erika Fink überreichte der Leiterin der Gruppe eine 300-Euro-Spende von der KAB.

Kreisverbandsvorsitzender Reinhold Gebhard stellte die Aktion „Klug Kaufen“ in den Blickpunkt, diese wird seit März unterstützt. „Nachhaltig Leben und Arbeiten“, sei der Kern einer menschlichen Gesellschaft, die zukunftsfähig sei. Gebhard gab Informationen und Empfehlungen, wie man vernünftig Lebensmittel einkaufen sollte. Bestandteil seiner Ausführungen war auch das Werben für eine vernünftige Agrarpolitik. Der zunehmende Flugverkehr wirke sich schädlich für Mensch und Natur aus. Für die Wahl der Delegierten zum Kreisverbandstag am Samstag, 23. Februar, in Steinsberg, der alle vier Jahre stattfindet, stellten sich Arthur Bauer (Ersatz Kreszenz Lohmeier-Bauer) und Walter Leukam (Ersatz Ilse Gerstlberger) zur Verfügung.

Die KAB spendete 300 Euro für den Kinderbetreuungsdienst, von links Patricia Hartl, Hildegard Schindler, Felix Gritschmeier und Erika Fink. (Foto: Seppenhauser)

Familientag der KAB

Am Sonntag, 29.7., feiert die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) einen Familientag auf der RRTC Ranch in Immenstetten bei Amberg. Beginn ist um 14 Uhr. Der Familientag bietet die einmalige Gelegenheit, das Gelände der Ranch bei Kinder-Rodeo und Westernspielestationen zu erforschen. Unter anderem werden eine Ponykutschfahrt und ein Wildwestfotoshooting, zu dem man sich stilgerecht schminken lassen kann, angeboten. Wer möchte, kann den Line-Dance erlernen. Ende ist um 17 Uhr mit einem Familiengottesdienst, den KAB-Diözesanpräses Monsignore Thomas Schmid zelebriert. Bei familienfreundlichen Verpflegungspreisen ist ein Nachmittag für Alt und Jung gewährleistet. Der Eintritt ist frei. Infos unter: www.kab-regensburg.de Anmeldungen an: KAB-Weiden, Christa Mösbauer, Telefon 09 61/3 31 61.

Bericht aus der Donau-Post vom 11. Juli 2012

Förderverein erhielt Spende

KLJB und KAB überreichten Scheck über 210 Euro

Kürzlich trafen sich Vertreter der KLJB und der KAB um der stellvertretenden Vorsitzenden des Fördervereins der Schule Wörth-Wiesent einen Betrag von 210 Euro zu überreichen. Diese Spende wurde durch das „Spielplatzfest“ ermöglicht, das die beiden kirchlichen Verbände organisiert hatten.

Unter dem Motto „Miteinander der Generationen“ konnte Alt und Jung an Christi Himmelfahrt einen geselligen, vergnüglichen Nachmittag verleben. Viele Kinder und Erwachsene waren der Einladung gefolgt und ließen die Aktion zu einem Erfolg werden.

Der Förderverein „Freunde der Schule Wörth-Wiesent e. V.“ verfolgt als aktuell wichtigstes Projekt das „Fachcoaching“. Dieses beinhaltet einen Förderunterricht für die Jahrgangsstufe 8 und die Qualivorbereitung für die Jahrgangsstufe 9.

Diese Förderung soll die Schüler bestmöglich qualifizieren und ihnen damit ihre Berufschancen verbessern. Auch die Anschaffung einer Tischtennisplatte für den Schulhof ist ein wichtiges Ziel.

Der Förderverein besteht seit 2010 und hat derzeit 56 Mitglieder. Einnahmen wurden bisher erzielt aus verschiedenen Aktionen bei der Gewerbeschau und beim Weihnachtsmarkt. Die Vorstandschaft, vertreten durch zweite Vorsitzende F. Piendl zeigte sich über die Unterstützung sehr erfreut und hofft auf weitere Stärkung aus den Reihen der Bevölkerung.

Die Übergabe der Spende an Ulrike Piendl, 2. Vorsitzende des Fördervereins. (Foto: Schindler)

 

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